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Tarifrunde KFZ-Handwerk

Bundesweite Aktion im KFZ-Handwerk zur Tarifrunde: Aktive Mittagspause

04.06.2019 | Arbeitgeber wollen die Intensität der Auseinandersetzung abwarten. Dazu gab am 4. Juni 2019 eine aktive Mittagspause tarifgebundener Betriebe bei EF Autocenter Göttingen.

Fünf Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Dazu bezahlte Freistellungen für die Prüfungsvorbereitungen für Auszubildenden. Das ist die Forderung für die Beschäftigten im KFZ Handwerk Niedersachsen. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das KFZ Handwerk sind gut“, sagte Bianka Berlin, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz.
„Die Geschäftslage kann sich unverändert sehen lassen. Die Beschäftigten in den Werkstätten haben gut zu tun. Mit im Schnitt 86 Prozent sind die Werkstätten – trotz Dieselkrise und WLTP-Problematik- gut ausgelastet. Deswegen wollen wir an die Erfolge der vergangenen Tarifrunde anknüpfen.“

„Die Händler und die Werkstätten waren mit dem Jahr 2018 sehr zufrieden. Für das laufende Jahr erwarten 37 Prozent aller Betriebe weitere Umsatzsteigerungen. 88,3 Prozent der Betriebe erwarten mindestens eine steigende beziehungsweise gleichbleibende Ertragslage in 2019.“

Bisher wurde seitens der Arbeitgeber lediglich 2,3 Prozent ab 1. Juni 2019 und 2,0 Prozent ab 1. Juni 2020 angeboten. Dieses Angebot deckt gerade einmal die gegenwärtige Preissteigerungsrate und schadet der Branche.

Mit dem Auslaufen der Tarifverträge zum 31. Mai 2019 endete die Friedenspflicht. Bundesweit finden betriebliche Aktionen in den Betrieben der Branche statt.

„Die wirtschaftliche Entwicklung im Kraftfahrzeuggewerbe rechtfertigt eine Erhöhung der Einkommen und vor dem Hintergrund des akuten Fachkräftemangels im KFZ- Handwerk ist neben der systematischen Nachwuchsförderung auch die Rückkehr zur flächendeckenden Tarifbindung aller Kfz Betriebe notwendig“, sagte Bianka Berlin.

„Ohne eine gute Entlohnung wird das KFZ-Handwerk den Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber der Industrie verlieren.“

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