23.09.2026 | Kurz vor 12 Uhr ging es los – da gingen die Beschäftigten bei Gotion und Bosch in Göttingen vors Tor. „Wir wollen ein klares Zeichen setzen“, ruft Leon Ehlers, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz ins Mikrofon. „Es reicht! Der Kahlschlag muss aufhören. Die Automobilindustrie benötigt tragfähige Zukunftskonzepte, welche Sicherheit für die Belegschaften bedeuten.“
Rund 175 000 Beschäftigte haben für den Erhalt von Jobs in der Automobilindustrie protestiert. Es gab verschiedene Aktionen wie interne Betriebsversammlungen, aktive Mittagspausen, Sternmärsche sowie öffentliche Kundgebungen. Beklagt wird, dass vor allem die Beschäftigten die Folgen der besorgniserregenden Situation der Branche tragen müssten. "Wir erleben momentan einen beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie", so Ehlers. „Nur mit Zukunftskonzepten und Investitionen können wir diesem Kahlschlag wirksam entgegentreten“.
Aber auch die Politik müsse in die Pflicht genommen werden. Sie müsse für konkurrenzfähige wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sorgen.
Die Aktion in Göttingen war nur eine von über 200 bundesweiten Aktionen gegen die geplanten Kürzungsmaßnahmen und die aktuellen arbeitgeberseitigen Angriffe auf Werke und Beschäftigte in der Automobilbranche.