Delegiertenversammlung

Gemeinsam gegen den Kahlschlag in der Industrie!

02.12.2025 | Die Delegiertenversammlung der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz am 1. Dezember 2025 in der Stadthalle Northeim stand unter den Zeichen der Industriekrise. Die Lage der Arbeitsplätze in Deutschland ist so schlecht wie seit Langem nicht mehr. Fast täglich erreichen uns neue Meldungen über Massenentlassungen in den großen Industriebetrieben.

Foto: IG Metall SNH

Diese Entwicklung in der Industrie wirkt sich zwangsläufig negativ auf zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen aus, viele Handwerksbranchen sowie öffentliche Arbeitgeber aus. Die staatlichen Kassen leeren sich, und der Rückbau des Sozialstaats hat bereits begonnen. Es fehlt an einer wirksamen Industriepolitik. 

In dem Geschäftsbericht der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz wurde unter anderem über die geplanten Werksschließungen bei Musashi in Hann. Münden und in Leinfelde sowie bei Jungheinrich in Celle berichtet. Solidarität hört nicht an den regionalen Grenzen auf. Deshalb haben die 95 und zahlreichen Gäste ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen gezeigt.

Trotz der vielen schwierigen betrieblichen Situationen konnte die IG Metall Süd-Niedersaschens-Harz durch solidarisches Handeln bei Kamax Beschäftigung erhalten und sichern. Rund 80 weitere Beschäftigte sind die die IG Metall eingetreten.

Die IG Metall Süd-Niedersachsen engagiert sich solidarisch gegen den Abbau industrieller Arbeitsplätze und die Verlagerung von Standorten. Musashi in Hann. Münden, Leinfelde und Jungheinrich in Lüneburg sind hierfür betriebliche Beispiele. In beiden Betrieben haben sich die Belegschaften in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für Streik entschieden. „Es geht um alles. Es geht um die Grundfesten der Mitbestimmung und Demokratie. Es geht um sichere Arbeitsplätze und Existenzen. Wir werden nicht zulassen, dass die Krise genutzt wird, um die notwendige Transformation zulasten der Beschäftigten und unter dem Deckmantel der Krise zu vollziehen“, betont Dominik Langosch, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz. „Wir wollen diese Strukturkrise gemeinsam mit allen betrieblichen Akteurinnen und Akteuren mit Zukunftstarifverträgen bewältigen und werden dafür auch die Politik in die Pflicht nehmen.“

Im Anschluss der Delegiertenversammlung hat die IG Metall zu einer kleinen Weihnachtsfeier eingeladen. Das war Zeit zum Austausch und für einen gemeinsamen Jahresrückblick.

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