Kahlschlag bei Zeiss in Göttingen

Gewerkschaftspolitische Mittagspause vor dem Werkstor

30.01.2026 | Am Donnerstag, 29. Januar 2026, hat die IG Metall die Beschäftigten des Göttinger Zeiss-Standorts zu einer gewerkschaftspolitischen Mittagspause vor das Werkstor aufgerufen. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf, um sich über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu informieren und gemeinsam über die nächsten Schritte in der Auseinandersetzung zu beraten.

Foto: IG Metall

Hintergrund sind die vom Unternehmen angekündigten Pläne, bis 2030 rund ein Drittel der aktuell 400 Arbeitsplätze in Göttingen zu streichen. Nachdem die Gespräche über ein tragfähiges Zukunftskonzept in der vergangenen Woche gescheitert sind, steht ein Verfahren in der tariflichen Schlichtungsstelle bevor.

Seit dem Sommer verhandeln Betriebsrat, IG Metall und Unternehmensleitung über die Zukunft des Werks. Zeiss plant eine Restrukturierung des Standortes in Göttingen und den Abbau von 140 Arbeitsplätzen. Die IG Metall und der Betriebsrat lehnen die geplanten Einschnitte jedoch entschieden ab. Auch in der gewerkschaftspolitischen Mittagspause wurde deutlich: Die Beschäftigten werden den massiven Stellenabbau nicht kampflos hinnehmen.

Die IG Metall sieht in den Plänen des Konzerns vor allem eines: Kahlschlag statt Zukunftsgestaltung.

Sascha Rossmann, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz, kritisierte: „Das Konzept verdient seinen Namen nicht. Es geht nicht um Perspektiven, sondern um einen Kahlschlag! Verlagerungen von Arbeitsplätzen in Richtung günstigerer Standorte und Outsourcing sind kein Zukunftskonzept.“ Auf einer kommenden Mitgliederversammlung sollen weitere Schritte besprochen werden.  

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