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Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Über 30 Betriebe zum Warnstreik aufgerufen

02.03.2021 | In der Metall- und Elektroindustrie haben drei Verhandlungsrunden bisher zu keinem Ergebnis geführt. Die Beschäftigten der tarifgebundenen Betriebe treten nun mit dem Ende der Friedenspflicht ab dem 02.03.2021 für ihre Forderungen in den Warnstreik. Am heutigen Dienstag mobilisiert die IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz die Beschäftigten in mehr als 30 Betrieben.

Die IG Metall fordert in dieser Tarifbewegung bundesweit für die mehr als 3,8 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ein Zukunftspaket. Dieses beinhaltet ein Volumen von vier Prozent, das je nach Situation der Betriebe zur Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen oder für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden kann. Außerdem sollen mit Zukunftstarifverträgen passgenaue betriebliche Lösungen gefunden werden, die Zusagen für Investitionen, Standorte, Beschäftigung und Qualifizierung enthalten.

Manfred Zaffke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Süd-Niedersachsen-Harz, sagt: „Die Arbeitgeber haben den Widerstand der Beschäftigten und die Warnstreiks provoziert. Sie wollen eine Nullrunde und greifen Tarifstandards an. Wir hingegen wollen Beschäftigungssicherung und Kaufkraftstärkung fair miteinander verbinden. Die Beschäftigten haben in den letzten Monaten viel geleistet, waren immer flexibel und hatten immense Doppelbelastungen. Jetzt kommt es auch auf ihre Bedürfnisse an. Mit Warnstreiks werden die Kolleginnen und Kollegen ihren Ärger zum Ausdruck bringen, wir werden nicht locker lassen.“

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